Rudi Carrell
- 71 Jahre alt
- Geboren am 19. Dezember 1934
- Gestorben am 7. Juli 2006
- Alkmaar, Niederlande
Über ...
Ein Interview mit Rudi
SZ-Magazin: Herr Carrell, im Dezember haben einige Zeitungen Sie fast schon für tot erklärt. Wie geht es Ihnen heute?
Rudi Carrell: Den Umständen entsprechend gut. Danke.
Wie kam Ihre Krankheit an die Öffentlichkeit?
Ich hatte der Bunten ein ehrliches Interview gegeben. Na gut, ich habe versucht, den Krebs etwas herunterzuspielen. »Ich habe zwar eine schwere Krankheit«, habe ich gesagt, »aber ich lebe, habe keine Schmerzen, kann arbeiten.« Und was hat die Bild-Zeitung daraus gemacht? Haarausfall, schwer abgenommen! Ich war stinksauer. Und dann diese schlimmen Fotos: Ich fand die ganze Sache nicht fair – mir gegenüber und Hunderttausenden, die Angst vor einer Krebsvorsorge haben oder selbst vor einer Chemotherapie stehen.
Vor einem Jahr haben die Ärzte bei Ihnen Lungenkrebs festgestellt. Leiden Sie unter Schmerzen?
Nein. Ich habe nie Schmerzen gehabt. Meine Chemotherapie wirkt palliativ, das heißt, die Ärzte haben versucht, mein Leben angenehm zu verlängern. Das ist gelungen, mehr darf und kann ich nicht erwarten. Der Tumor wird allerdings immer größer. Leider.
Haben die Ärzte gesagt, wie viel Zeit Ihnen noch bleibt?
Nein, aber es ist absehbar. Vor einem Jahr haben sie das Gleiche zwar auch schon gesagt, aber da habe ich gedacht: »Noch einmal Frühling! Noch einmal meine Bäume und Pflanzen blühen sehen!« Und dann verging ein ganzes Jahr. Aber jetzt haben die Ärzte es wieder gesagt. Mit einem noch ernsteren Unterton. Und jetzt glaube ich es Ihnen. Ehrlich gesagt, ich fühle es sogar.
Dass Sie bald sterben werden?
Ja.
Haben Sie Angst vor dem Tod?
Eigentlich nicht. Ich hatte früher immer nur Angst vor dem Sterben, weil ich dachte, es tut bestimmt wahnsinnig weh.
Glauben Sie an ein Leben danach?
Nein. Dann ist es eben aus. Aber mein Leben war aufregend genug.
Sie sind der größte deutsche Showmaster. Mit Sendungen wie »Am laufenden Band« oder »Rudis Tagesshow« haben Sie die deutsche Fernsehunterhaltung revolutioniert. Warum sind Sie eigentlich Showmaster geworden?
Ich wurde in dieses Geschäft hineingeboren: Auch mein Vater war Showmaster. Und meine Mutter hatte einen tollen Humor. Ich habe ihr tagein, tagaus Sketche vorgespielt. Und sie hat mir dabei zugeschaut und selig gelächelt. In der Schule habe ich meine Lehrer parodiert und bunte Abende moderiert.
Noch ein Holländer in Deutschland
peter (10. Oktober 2008)
Ich sagte dann immer, du wärst aus dem Westen, ich aus dem Süden.
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dodo (29. August 2008)
Het is sneu dat de eerste woorden die op deze site staan in het buitenlands staan geschreven.
Ruud, miskent talent (in Nederland) rust in vrede.
My Memory
philipp21 (20. August 2008)