Ramstein’s portrait

Ramstein

  • Gestorben am 28. August 2008
  • Kaiserslautern, Deutschland
Auch 20 Jahre nach dem Zusammenstoß der Militärjets bei einer Flugschau in Ramstein, ist das Unglück präsent. Überlebende der Katastrophe können sie immer noch nicht vergessen.
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Über ...

Das Unglück...

Das Flugtagunglück von Ramstein am 28. August 1988 gehört zu den folgenschwersten Flugzeugkatastrophen, die sich je im Rahmen einer Flugschau ereigneten. In den Flammen kamen 67 Menschen ums Leben, rund 1.000 weitere wurden verletzt, davon 345 schwer. Durch das Unglück starben nach offiziellen Angaben der Bundesstelle für Flugunfallversicherung 70 Menschen, unter ihnen alle drei beteiligten Piloten. Viele Opfer dieser Katastrophe fordern heute noch Schmerzensersatz und Schmerzensgeld.

Unglücksursache war augenscheinlich, dass der Solopilot Ivo Nutarelli beim Kunstflugmanöver Durchstoßenes Herz mit seiner Düsenmaschine zu früh (ca. vier Sekunden), zu nah und in zu tiefer Flugbahn den Kreuzungspunkt der Flugfigur erreichte. Durch diese Gegebenheit kollidierte die Solomaschine des Typs Aermacchi MB 339 mit dem Führungsflugzeug der von links kommenden Fünferformation. Dieses wiederum riss sofort die linke Flügelmaschine neben sich mit. Beide Maschinen der Fünferformation zerschellten parallel zur Start und Landebahn, während das Wrack des Soloflugzeugs seine ursprüngliche Flugbahn in Richtung Publikum beibehielt, und ca. 50 m vor der Absperrung aufschlug, explodierte und in einer Wolke aus brennendem Kerosin und Wrackteilen noch weit in die dichtgedrängte Menge raste. Die wenigen Sekunden, in denen sich die Katastrophe abspielte, ließen den Zuschauern keine Zeit zu fliehen. Die sieben verbliebenen, zum Teil beschädigten Maschinen der Frecce Tricolori sammelten sich über der Airbase – die drei Maschinen der betroffenen Fünferformation sahen den weißen Rauch als Zeichen dafür, dass mit ihren Maschinen etwas nicht stimmte – und landeten anschließend auf dem Flugplatz Sembach, da die Start- und Landebahn der Airbase mit Wrackteilen übersät war.

Das Flugschauunglück, an das seit 1995 ein Gedenkstein in der Zufahrt zu Ramsteins Fliegerhorst erinnert, ging nicht zuletzt wegen vieler schwerwiegender Pannen in die Geschichte ein. Einerseits ließen die Amerikaner die vor der Wache aufgefahrenen Rettungskräfte nicht sofort auf den Flugplatz, andere, wie das THW aus Kaiserslautern, wurden gar nicht hinzugerufen, sondern mussten einsatzbereit auf ihrer Wache verbleiben. Durch mangelhafte Sofortversorgung starben deshalb mehrere Menschen oder erlitten bleibende Schäden. Injektionsnadeln der Deutschen passten nicht auf die Infusionen der Amerikaner und umgekehrt. Noch Stunden später irrten Personenbusse mit unterschiedlich schwer verletzten Personen z. B. durch Mannheim auf der Suche nach einer Klinik. Andererseits lernte man dort auch die Wichtigkeit von psychologischer Nachbetreuung der Opfer und Rettungskräfte; denn viele davon waren später traumatisiert, mehrere begingen Siuzid.

Dem Unglück fielen nach offiziellen Angaben 70 Menschen (67 Flugtagbesucher sowie die drei Piloten der beteiligten Flugzeuge) zum Opfer. Von Seiten des US-Militärs wurden keine Toten gemeldet. Diese Angabe wurde jedoch nach dem Unglück bezweifelt, da Augenzeugen auch von toten US-Soldaten berichteten. Es gab insgesamt etwa 1.000 Verletzte. In Krankenhäusern mussten 450 Verletzte versorgt werden, die sich schon nach der ersten Nacht auf 46 Kliniken im gesamten Bundesgebiet und eine Spezialklinik in Frankreich verteilten.

Nach dieser Katastrophe wurde das erste Mal in der Bundesrepublik eine Nachsorgegruppe eingeleitet, in der Opfer und Hinterbliebene sowie Helfer (Polizei, Rettungskräfte und Sanitätspersonal) die Erlebnisse gemeinsam zu verarbeiten versuchten. Nach diesem Vorbild entwickelte sich ein neues Notarztsystem, Krisenintervention sowie Notfallseelsorge entstanden und man begann, für Einsatzkräfte eine Einsatznachsorge zu entwickeln. Den Gedenkstein für das Unglück erkämpfte sich die Nachsorgegruppe nach sieben Jahren auf einem selber gekauften Grundstück.



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johen (28. August 2008)

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johen

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