Opfer aus Madrid
- Mann
- Gestorben am 20. August 2008
- Madrid, Spain
Über ...
R. I. P.
Fünf Tage nach dem Absturz der Spanair-Maschine in Madrid steht zweifelsfrei fest, dass unter den Todesopfern auch eine vierköpfige Familie aus Pullach bei München ist. Die Identität der Opfer wurde durch einen Abgleich mit DNA-Spuren der Familie geklärt.
Die 38 Jahre alte Mutter und der 50-jährige Vater wollten zusammen mit ihren beiden 5 und 8 Jahre alten Söhnen auf die Ferieninsel Gran Canaria fliegen.
Damit haben die Angehörigen der in Pullach lebenden Familie nach tagelangem Warten traurige Gewissheit. Zwar standen die Namen des Paares und der beiden Kinder auf der Passagierliste, aber man wusste nicht, ob sie wirklich in die Maschine eingestiegen sind.
Bei dem Absturz am Mittwoch vergangener Woche waren 154 Menschen ums Leben gekommen.
Der Pullacher Bürgermeister Jürgen Westenthanner (CSU) äußerte sich erschüttert über die Nachricht. „Wir haben gehofft und gebetet, dass das Schlimmste nicht eintreten möge“, sagte der Rathauschef. „Nun trauern wir um die Familie mit den zwei kleinen Kindern, die hier ihr Zuhause hatte.“ Im Rathaus wurde am Montag ein Kondolenzbuch ausgelegt. Noch ist offen, ob es in Pullach eine offizielle Trauerfeier geben wird. „Wir werden nur das tun, was von der Familie gewünscht wird“, sagte Westenthanner.
2.09.2008
Gestern trugen Familie und Freunde Gerd M (50), seine Frau Claudia (38) und ihre Kinder Niklas (8) und Lucas (5) zu Grabe. Mehr als 300 Trauergäste waren gekommen. Noch einmal sahen sie das Bild der glücklichen Familie auf den Trauerkarten. Ein letztes Mal konnten sie von ihnen Abschied nehmen. „War nun technisches oder menschliches Versagen schuld an der Katastrophe – es spielt für die Trauernden jetzt keine Rolle. Technik ist vom Menschen gemacht. Und darunter muss der Mensch leiden“, sagte der Pfarrer.
Der schwere Weg der Angehörigen. Die Eltern von Gerd und Claudia stützten sich gegenseitig auf dem Weg zu dem Grab ihrer Kinder, dem Grab ihrer Enkel. „Der Tod ist die endgültige Erfahrung von Trennung. Der aufgezwungene Abschied ist der härteste“, sagte der Pfarrer am offenen Grab. Sein letzter Trost: „Die schöne Erinnerung an diese Menschen, und das, was sie uns gegeben haben – das beerdigen wir heute nicht. Das bleibt für immer.“

My Memory
ulrich 26. August 2008
Wir sind mit euch und trauern um euch....
Ruht in Frieden...
Gott sei mit euch...