Über ...
Jessis Geschichte...
Die billigen Preise wussten auch Burkhard M. und Marlies S. zu schätzen. Regelmäßig schaute das Paar in seiner Pinte gegenüber dem Jenfelder Einkaufszentrum vorbei, manchmal auch mehrmals am Tag - wenn sie nicht gerade in ihrer anderen Stammkneipe an einem anderen Einkaufszentrum in Hamburgs Osten herumgehangen hätten, sagt Gerd. Im "Power Point" habe Marlies dann wie üblich ein Bier und Burkhard seinen Korn bestellt. Auch wenn sie nicht besonders gepflegt ausgesehen hätten, ruhige Leute seien die beiden doch gewesen, "ganz normal und unauffällig eben", sagt Gerd. Während Marlies und Burkhard im "Power Point" saßen, verhungerte keine 500 Meter Luftlinie entfernt ihre Tochter, eingesperrt in der gemeinsamen Wohnung.
Als die kleine Jessica am Morgen des 1. März starb, war sie erst sieben Jahre alt. Sie war bereits tot, als der Notarzt sie untersuchte.
Wie in einem Verlies hatte Jessica offenbar in ihrem Kinderzimmer dahinvegetieren müssen: Nach Angaben hatten die Eltern das Fenster fest verschraubt und die Scheiben mit Folie verklebt, so dass kein Tageslicht in den Raum dringen konnte. Polizisten berichteten, die ganze Wohnung sei verdreckt und verwahrlost gewesen.
Niemand wusste von der Existenz der Kleinen.
Man spricht von ihr als wäre sie das Kind gewesen, das nie existierte.
Das sind die letzten Worte die dazu noch gesagt werden konnten...
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Bye kleines :°
olaf 11. September 2008
Ich hoffe es geht dir jetzt gut.
Ruhe in Frieden....