Über ...
Jennys Traum
Die zwei Fotos waren beide nur wenige Wochen alt:
Auf dem einen sehen wir Jenny im Kleid für ihren Abi-Ball – auf dem anderen trug sie schon stolz ihre Marine-Uniform.
Während auf hoher See nach der Matrosin gesucht wurde, befragte der Staatsanwalt auf der „Gorch Fock“ Jennys Kameraden. Insgesamt sollten 50 Besatzungsmitglieder verhört werden. Denn die Umstände des Dramas sind mysteriös, denn trotz Windstärke 7 und hohen Wellen lag die „Gorch Fock“ völlig stabil im Wasser.
Auf dem Oberdeck ist die Reling 1,50 Meter hoch. „Da fällt man nicht einfach so drüber“, Tatsächlich ist in 50 Jahren noch nie ein Kadett über die Reling der „Gorch Fock“ gestürzt, nur aus der Takelage.
Direkte Zeugen gibt es nicht. Ein Matrose hatte nur „einen Schatten gesehen“. Daraufhin hatte der Kadett Alarm ausgelöst.
Hatte sich Jenny an der Reling hochgezogen? War es doch eine hohe Welle? Vielleicht ein Verbrechen?
Jenny war erst am 4. Juli zur Soldatin auf Zeit ernannt worden. Sie wollte Sanitätsoffizierin werden, Medizin studieren. Die Fahrt mit der „Gorch Fock“ (Baujahr 1958, 89 Meter lang) war Teil ihrer Grundausbildung. Eine Freundin: „Die Fahrt auf dem Schiff war ihr größter Traum ...“
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Ruhe in Frieden...
ramona 8. September 2008
Wie werden dich vermissen...