Holger und Manuela
- 38 Jahre alt
- Mann
- Geboren am 24. March 1965
- Gestorben am 17. November 2003
- Bad Pyrmont, Germany
Über ...
Holger und Manuela
Um Mitternacht sind ein 38jähriger Angestellter und seine 37jährige Ehefrau in Bad Pyrmont - Holzhausen nach Schussverletzungen verstorben.
Eine 64jährige Einwohnerin aus Bad Pyrmont hatte um 00.01 Uhr die Rettungsleitstelle angerufen und mitgeteilt, "dass sich Sohn und Schwiegertochter im Nachbarhaus erschossen hätten". Gemeinsam mit den alarmierten Polizeibeamten vom Polizeikommissariat Bad Pyrmont ging die Anruferin kurz danach in das Einfamilienhaus im Meißnerweg. Im Wohnzimmer wurden die Eheleute tot aufgefunden. Die im Dachgeschoss schlafenden 5 und 10jährigen Kinder hatten von der Tragödie nichts mitbekommen.
Noch in der Nacht wurden die Ermittlungen vom 1. Fachkommissariat und Erkennungsdienst des Zentralen Kriminaldienstes in Hameln übernommen. Eine Fremdbeteiligung konnte ausgeschlossen werden. Eine Pistole wurde neben dem Ehemann gefunden. Ein Abschiedsbrief lag auf dem Wohnzimmertisch. Ungeklärt ist bisher nur noch die Herkunft der Waffe und wie lange der Mann sie schon in seinem Besitz hatte.
Nach den bisherigen Ermittlungen steht fest, dass die Eheleute im August 2003 geheiratet haben. Die beiden Kinder stammen aus der ersten Ehe der Frau. Gemeinsam hatte die Familie den Neubau in Holzhausen erst vor einem Jahr bezogen. Nach Angaben der 64jährigen Mutter habe es in der Ehe Schwierigkeiten gegeben. Die Schwiegertochter habe sich trennen wollen. Zuletzt habe sie einen Streit zwischen den beiden am Vorabend miterlebt. Gegen Mitternacht habe ihr Sohn sie angerufen und erklärt: " Ich habe sie erschossen und erschieße mich jetzt."
Von den ermittelnden Beamten wurde die Opferschutzhilfeorganisation "Weißer Ring" bereits heute morgen informiert und darum gebeten, für eine psychotraumatische Erstbetreuung der Angehörigen Sorge zu tragen.
Richtig ist folgendes:
Der Abschiedsbrief von Holger wurde meiner Mutter aus der Hand gerissen, ohne das sie den Inhalt unter Schock wahrnehmen konnte.
Diesen Brief habe ich später mit meinem Mann von der Kripo in Hameln abgeholt, um meiner Mutter das letzte von Holger zu übergeben.
Gegen ca. 22:00 Uhr rief Holger bei meiner Mom an und weinte wie ein Schlosshund und bat darum das sie mal rüber kommt.
Er sagte er würde mit Ela nicht mehr fertig werden.
Sie hatte sich im Bad eingeschlossen und wollte per du nicht wieder rauskommen.
Nach dem eintreffen meiner Mom redeten beide mit Engelszungen auf sie ein, aber sie ließ sich nicht überreden aus dem Bad zu kommen.
Also von Streit in der zeit nicht die Rede, was natürlich von 18:00 Uhr bis
ca. 22:00 Uhr gewesen ist, steht in den Sternen.
Gegen ca.22:30 Uhr verließ meine Mom das Haus mit den Worten, lassen wir sie ganz in Ruhe, es wird schon werden Holger, sie beruhigt sich schon wieder.
Meine Mom wollte erst Elas Mutter anrufen aber Ela hat lautstark protestiert, sie sagte sie würde es schon schlimm genug finden das meine Mom da wäre.
Also ging meine Mum wieder rüber. Sie wollte am anderen morgen mit Ela reden was den los sei...
Gegen 23:50 klingelte das Telefon bei meiner Mom,
Holger schluchzend und weinend ,Mom fragte ihn... na alles wieder OK?
er sagte, ich habe Ela erschossen, Mom, Holger! hast du denn eine Waffe, er, Ja, und jetzt erschieße ich mich!
Mom, schmiss alles von sich lief so schnell sie konnte, und hörte in der Gasse nur noch ein Batzen ( wie von einem Elektro Tacker das Geräusch) lief in das Haus, die Tür stand nur angelehnt und fand Ela am Boden liegen... und Holger saß auf dem Sofa.....
dann alarmierte sie die Polizei und auch uns...
Die Frage stellt sich, was passierte in den 11/2 Stunden zwischen 22:30 und 23:50 ?
Nie wird es einer wissen oder rausfinden! NIE!
Das werden nur diese beiden wissen, und das Geheimnis haben Sie mit ins Grab genommen.
Und keiner aber auch keiner möge sich anmassen in wilden spekulationen dabei gewesen zu sein.(ala BILD)
Wir? Wir können uns die Situation so zurecht legen wie wir als Angehörige bis zum Rest unseres Lebens damit Leben können.
Können? NEIN !
Leben müssen.
Wir haben keine andere Wahl.
Wir müssen lernen damit umzugehen, jeden Tag aufs neue.
Immer wieder Gedanken an das Geschehen, die Bilder...
beim aufwachen, beim einschlafen, beim Zähneputzen.
Jeder Krimi, jedes Batzen oder TV, unüberlegte Sprüche von Menschen... selbst der Ketchup auf dem Teller oder rote Haarfarbe beim Friseur
belasten uns alle und immer wieder.
Es tut so weh, ein nimmer enden wollender Schmerz, ein unerträglicher Druck.Fast keine Kraft mehr den Alltag zu bewältigen.
Die Hoffnung finden
irgentwann einmal unser Leben wieder Lebenswert Leben zu dürfen.
Wieder Lachen und Lebensfreude erfahren zu dürfen....
Sich Erinnern an schöne Stunden mit den beiden ohne das es Schmerzt?
