Über ...
Sein Sport, sein Leben!!!
Das Boxen hat ihn nie losgelassen. Das Boxen war sein Sport, sein Leben. Gab es irgendwo in Wien einen Kampf, man konnte sicher sein, den "Schesko" dort zu treffen. Er fieberte mit, coachte die Jungen, und in seinem Inneren stand er bestimmt mit ihnen im Ring.
Erst im Juni wollte es Edip Sekowitsch dann wieder wissen, 50 war er da schon, sein Gegner halb so alt und dennoch chancenlos – K.o in der ersten Runde. Die Zuschauer jubelten ihrem "Schesko" zu. Ein bisschen war es wie damals, Ende der 80er Jahre, als der gebürtige Jugoslawe dem heimischen Boxsport einen neuen Helden schenkte. Und da kann man verstehen, dass die Augen des Boxers ganz feucht wurden. Man hatte ihn nicht vergessen, den "Stier aus Serbien".
Zahlreiche Comebacks
Als Sekowitsch (damals Secovic) 1981 nach Wien kam, war er erst 23 Jahre alt, ein Talent, in jedem Fall eine Hoffnung für den schon zu dieser Zeit kriselnden Boxsport in Österreich. 1989 erlebte Sekowitsch seinen größten Erfolg. Er wurde Europameister und damit auch zu einer landesweit bekannten Sportpersönlichkeit. Nur wenig später verlor er seinen Titel aber wieder unter kuriosen Umständen.
Weil er um fünf Kilo zuviel wog, verzichtete er bereits Tage vor dem Kampf auf Essen und Trinken, er setzte sich in sein von der Sonne aufgeheiztes Auto und schwitzte sich die Kilos raus. Im Ring hing der "Stier" dann schon vor dem ersten Gong in den Seilen, Sekowitsch verlor und nach einer weiteren Niederlage beendete er seine Karriere.
Doch "Schesko" kehrte wieder zurück, zuerst 1991, dann 1997. So sehr Sekowitsch dem Boxen nachhing, verstand er es, sich frühzeitig ein zweites Standbein zu schaffen. Anfang der 90er eröffnete er sein Lokal "Ring frei" am Gürtel, später nahm er das "Champ’s Pub" dazu, vor dem er nun ermordet wurde. Seine Passion aber war stets Boxen. "Wenn ich wieder auf die Welt komme, möchte ich wieder Boxer werden. Hoffentlich kann der liebe Gott das so einrichten", schrieb er einmal auf einer Homepage.
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Für mein Idol
stephen 11. September 2008
Ich vermisse dich und ziehe meinen Hut vor dir!