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Andre
Nun ist es doch passiert. Ein Baby ist inmitten seiner Familie gestorben. Die 26jährige Mutter und ihr ein Jahr jüngerer Lebensgefährte haben André unbeachtet gelassen, bis am 22. Juni dessen Atem stockte und sie den Notarzt riefen. Dabei hatte nur drei Tage zuvor die seit dem März tätige Familienhelferin die Dachgeschosswohnung aufgesucht und das Baby gesehen.
"Die Familienhelferin stellte keine Auffälligkeiten hinsichtlich des Zustandes des Kindes André fest"
Die Mutter soll erzählt haben, das Kind sei erkältet, und deshalb sei am 22. Juni ein Besuch beim Kinderarzt vorgesehen, was auch der Wahrheit entsprach. Es sei "fraglich, ob die Familienhelferin hätte erkennen können und müssen das eine Unterversorgung des Kindes vorliegt". Es gebe hierzu "widersprüchliche Aussagen". Die Erkältung sei nach den Worten der Familienhelferin eine "Nebensächlichkeit" gewesen."
Es gibt widerstreitende nun medizinische Einschätzungen. Bei André ging der Pathologe zunächst von einem plötzlichen Kindstod aus. Erst Tage später, am 29. Juni, sei davon auszugehen, dass das Kind verdurstet sei. Am 2. Juli erfährt dann der zuständige Bezirkssozialarbeiter, "dass bei dem Kind ein Flüssigkeitsmangel sowie eine Mangelernährung" vorgelegen habe. "Das Kind sei nicht genügend mit Flaschennahrung versorgt worden", heißt es in der Dokumentation.
Es scheint medizinisch plausibel, dass ein gänzlich unversorgtes Baby in weniger als drei Tagen sterben kann, und wer mit Familienhelferinnen spricht, der erfährt, wie schwierig es ist, als Laie medizinische Prognosen zu treffen. Bei André soll nichts auf eine Gefährdung hingewiesen haben. Noch bei einer Vorsorgeuntersuchung im vergangenen Mai hatte der Kinderarzt keine Mängel festgestellt.
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My Memory
maik 8. September 2008
Kleiner Wir werden für dich beten...